Der Kreisverband Heilbronn
Der Kreisverband Heilbronn der Europa-Union Deutschland, ist ein eingetragener Verein und überparteilicher Verband, der seit Samstag, 10. Mai 1953 unter dem internationalen Dachverband der Europäischen Bewegung in der Gesellschaft auf ein geeintes, demokratisches Europa in Frieden, Freiheit und Wohlstand hinwirkt.
Durch Information über politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen in Europa, durch Werbung für Toleranz und Völkerverständigung zwischen den europäischen Völkern und durch Förderung der Kontakte zu unseren europäischen Nachbarn will die Europa-Union die Bedeutung des europäischen Integrationsprozesses verdeutlichen und die Bürger von der Notwendigkeit eines persönlichen Engagements für das neue Europa überzeugen:
- Auf Vortragsveranstaltungen, Diskussionsforen, Kongressen, Verbands- und Fachseminaren behandeln wir europäische Themen.
- Als Ansprechpartner der Vereine mit Migrationshintergrund im Kreis Heilbronn sind wir Mittler und bemüht das Zusammenleben aller Bürger harmonischer zu gestalten.
- Beim jährlichen TREFFPUNKT EUROPA auf dem Heilbronner Kiliansplatz werben wir zusammen mit den "Migranten"-Vereinen für ein gemeinsames Europa in Vielfalt vereint.
- In unserer Verbandszeitung EUROPA AKTIV berichten wir über wichtige europäische Ereignisse und Entwicklungen.
- Auf Kundgebungen und bei Straßenaktionen informieren wir die Öffentlichkeit darüber, wie es in Europa weitergehen soll.
- Mit unserem regelmäig stattfindenden EUROPA STAMMTISCH bieten wir Europainteressierten und den Mitgliedern der Europa-Union eine Plattform zum Informations- und Gedankenaustausch.
- Bei geselligen Veranstaltungen, wie dem jährlich stattfindenden FAMILIENFEST auf dem Gaffenberg, und auf gemeinsamen Reisen in andere europäische Länder fördern wir das Verständnis für andere Völker und Kulturen und den Kontakt zwischen den Bürgern Europas.
In einem flächendeckenden Netz von 16 Landesverbänden mit rund 400 Bezirks-, Kreis-, Stadt- und Ortsverbänden setzen sich in Deutschland heute etwa 20.000 Mitglieder aktiv dafür ein, dass Europa den Menschen näher gebracht, das europäische Bewusstsein gestärkt und eine europäische Identität entwickelt wird.
Untenstehend geht es weiter mit
- der Geschichte der Europa-Union Deutschland und
- der Geschichte des Kreisverbandes Heilbronn
Geschichte der Europa-Union Deutschland
Die Idee
Der Gedanke, Europa zu vereinen, ist nicht neu. Schon vor 500 Jahren hatte der niederländische Theologe und Philosoph Erasmus von Rotterdam die Völker Europas zu einem Völkerbund aufgerufen. Und William Penn, der Quäker, nach welchem der amerikanische Bundesstaat Pennsylvania benannt wurde, beschwor 150 Jahre später die Staaten, eine europäische Bundesversammlung zu schaffen. Auch der große französische Dichter Victor Hugo kündigte im Jahre 1851 die "Vereinigten Staaten von Europa" an. Er erntete Hohn und Spott. Stattdessen war Europa einem Krieg stets näher als dem Frieden.
Erst nach dem Schrecken zweier Weltkriege nahm man die Appelle ernst. In seiner berühmten Züricher Rede vom 19. September 1946 sagte der damalige britische Premierminister Winston Churchill: "Wenn Europa einmal einträchtig sein gemeinsames Erbe verwalten würde, dann könnten seine drei- oder vierhundert Millionen Einwohner ein Glück, einen Wohlstand und einen Ruhm ohne Grenzen genießen. (...) Wir müssen eine Art Vereinigter Staaten von Europa schaffen. (...) Der Weg dahin ist einfach. Es ist nichts weiter dazu notwendig, als dass Hunderte von Millionen Männer und Frauen Recht statt Unrecht tun und Segen statt Fluch ernten."
Der Vollständigkeit halber muss aber auch ein weiterer Satz aus dieser Rede zitiert werden. Churchill fügte nämlich hinzu, dass "Großbritannien, das britische Commonwealth, das mächtige Amerika und - wie ich hoffe - Sowjetrussland Freunde und Förderer des neuen Europa" sein müssten. Großbritannien, so Churchill 1946, wollte zwar den Zusammenschluss Europas fördern, aber vorerst selbst nicht daran teilnehmen.
Unabhängig voneinander kamen viele Menschen in Europa zu der Überzeugung, dass der Friede für künftige Generationen nur gewahrt werden könne, wenn das Chaos der uneingeschränkt souveränen Nationalstaaten Überwunden wird. Die Staaten sollten sich zu einem europäischen Bundesstaat zusammenschließen, der durch seinen föderalen und demokratisch-parlamentarischen Aufbau zugleich unnötige Machtkonzentration verhindert und die Eigenarten seiner Völker wie auch ihre kulturelle Vielfalt erhält.
Die Anfänge in der Schweiz, Großbritannien, Italien und Frankreich
Die europäische Bewegung hat ihre Wurzeln in der Schweiz. Angeregt durch den Paneuropa-Kongress Coudenhove-Kalergis, der im Oktober 1932 in Basel stattfand, bildeten sich in verschiedenen Kantonen Gruppen, die sich für eine föderale Einheit Europas einsetzten.
Am 24. Juni 1934 wurde eine eigene "Europa-Union" gegründet. Vier Jahre später, im August 1938, wurde in London die "Pax Union" gegründet, die sich aber schon bald darauf "Federal Union" nannte. Bereits 1940 hatte sie in Großbritannien mehr als 1000 Mitglieder, die sich aktiv für ein föderal strukturiertes Europa einsetzten.
1941 verfassten auf der italienischen Verbannungsinsel Ventotene die beiden Italiener Altiero Spinelli und Ernesto Rossi ihr berühmt gewordenes Manifest von Ventotene, das vor allem in europäischen Widerstandskreisen Verbreitung fand. Spinelli ist derselbe, der als Abgeordneter des Europäischen Parlaments 1984 den "Entwurf eines Vertrages zur Gründung der Europäischen Union" vorlegte. Gerade Widerstandskreise waren es, die im Zweiten Weltkrieg den Gedanken eines vereinten föderalistischen Europas in ihr Programm aufgenommen hatten.
In Frankreich gründete sich im Dezember 1941 eine Gruppe mit dem Namen "Combat", die auch eine illegale Zeitung mit dem gleichen Namen herausgab, in der als Ziel die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa gefordert wurde.
Im Mai 1944 kam es in Genf zu einer Konferenz von Widerstandskämpfern. Auf ihr wurde eine Deklaration zugunsten einer europäischen Föderation verfasst, die gedanklich sehr stark von den Ideen Altiero Spinellis und Ernesto Rossis beeinflusst war.
Anlässlich des Zusammenschlusses französischer Widerstandsgruppen im Juni 1944 unter dem Namen "Comité Français pour la Fédération Européenne" wurde eine Erklärung veröffentlicht, die auf die Notwendigkeit einer europäischen Föderation hinwies.
Was während des Krieges noch vielfach im geheimen vor sich ging, konnte nach dem Krieg öffentlich und verstärkt fortgeführt werden. So lud die Schweizer "Europa-Union" im September 1946 die europäischen Föderalisten zu einer Konferenz nach Hertenstein am Vierwaldstätter See ein. Dort wurden zwölf Thesen verfasst, die als Hertensteiner Programm zur Grundlage der europäischen Arbeit der Nachkriegsjahre und zugleich zum politischen Gründungsdokument der späteren Europa-Union Deutschland wurden. Zur gleichen Zeit hielt Sir Winston Churchill am 19. September 1946 in der Universität Zürich ebenfalls ein viel beachtetes Plädoyer für ein geeintes Europa, das später als so genannte Züricher Rede bekannt wurde. Der Hertensteiner Konferenz folgten noch zwei weitere in Luxemburg und Basel, bis im Dezember 1946 in Paris die Union Europäischer Föderalisten (UEF) gegründet werden konnte, wobei Italiener, Franzosen und Niederländer besonders stark vertreten waren.
Europäischer Neubeginn in Deutschland
Auch die Deutschen hatten zu den UEF-Veranstaltungen Einladungen bekommen, aber sie konnten nicht teilnehmen, weil sie in der ersten Nachkriegszeit von den Besatzungsbehörden keine Reisegenehmigung bekamen. Einzige Ausnahme waren einige im Schweizer Exil lebende Deutsche. Unter ihnen Heinrich Ritzel, ehemaliger Abgeordneter im Reichstag. Der gebürtige Franke war seit 1939 Zentralsekretär der Schweizer "Europa-Union". Obwohl also die deutschen "Europäer" zunächst nicht an den UEF-Konferenzen teilnehmen konnten, waren sie schon bald nach dem Krieg aktiv. In zahlreichen Orten der westlichen Besatzungszonen - insbesondere der britischen - wurden unter verschiedenen Namen Gruppen gebildet, die sich alle die Einigung Europas zum Ziel gesetzt hatten. Doch auch innerhalb der Besatzungszonen war es nicht leicht zu reisen, und daher hatten diese Gruppen zunächst wenig Kontakt untereinander.
Schließlich gelang es Heinrich Ritzel, über niederländische und englische Teilnehmer am Hertensteiner Treffen mit Wilhelm Heile, dem Landrat von Syke bei Bremen, Verbindung aufzunehmen. Heile hatte schon in der Weimarer Zeit einen "Verband für europäische Kooperation" gegründet. Zusammen mit dem Fabrikanten Wilhelm Hermes aus Münchengladbach brachte es Heile am 9. Dezember 1946 zum Zusammenschluss der wichtigsten örtlichen Europa-Gruppen. In Anlehnung an die schweizerische "Europa-Union" hatte der Gast aus der Schweiz, Heinrich Ritzel, auch für die deutschen "Europäer" den Namen "Europa-Union" vorgeschlagen. Heile wurde erster Vorsitzender und Hermes Geschäftsführer mit einem Sekretariat in Mönchengladbach.
Erste Kundgebungen gab es in Duisburg, Köln, Kiel und Lübeck. In der sowjetischen Besatzungszone jedoch wurden alle Aktivitäten der Europa-Union und anderer Europa-Verbände verboten. Der erste Kongress der Europa-Union fand im Juni 1947 in Eutin statt, an dem bereits 200 Delegierte von 50 Bezirksgruppen teilnahmen.
Im November 1947, nachdem sich weitere föderalistische Gruppen in Deutschland der Europa-Union Deutschland angeschlossen hatten, wurde die Europa-Union Mitglied der UEF. Sie ist damit die deutsche Sektion der Union Europäischer Föderalisten.
Unter dem Vorsitz von Winston Churchill wurde im Mai 1948 in Den Haag ein Europa-Kongress einberufen, an dem mehr als 700 Politiker aus westeuropäischen Ländern teilnahmen. Er wurde maßgeblich von der UEF vorbereitet. Wichtigstes Ergebnis dieses Kongresses war zum einen die Gründung des Europarats, dem heute 46 Staaten mit über 800 Millionen Menschen als Mitglieder angehören, und zum anderen die Gründung des European Movements. In Wiesbaden wurde 1949 der deutsche Rat der Europäischen Bewegung, die heutige Europäische Bewegung Deutschland, gegründet, der auch die Europa-Union angehört.
Nach dem Europa-Union Kongress von Eutin fand im Mai 1949 der erste ordentliche Kongress der Europa-Union in Hamburg statt. Auf diesem Kongress wurde der Publizist Eugen Kogon als Präsident der Europa-Union gewählt. Seine Nachfolger waren der Publizist Ernst Friedländer (1954-1957), der Bankier Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim (1957-1973), der Journalist Theo M. Loch (1973-1980), der Bundespräsident a.D. Walter Scheel (1980-1989), der Präsident a.D. des Europäischen Parlaments, Dr. Egon A. Klepsch (1989-1997) und der Europaabgeordnete Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering (1997-1999). Von 1999 bis 2006 übte MdEP Elmar Brok das Amt des Präsidenten der Europa-Union Deutschland aus. Zurzeit ist der Staatssekretär MdB Peter Altmaier Präsident der EUD.
Geschichte des Kreisverbandes Heilbronn
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind gerade dabei die Geschichte des Kreisverbandes Heilbronn aufzuarbeiten. Sollten Sie über Informationen oder Dokumente verfügen, bitten wir Sie, uns diese zur Verfügung zu stellen.
Der Kreisverband Heilbronn von 1953 bis 1968
(Kreisvorsitzender: Erster Bürgermeister Dr. Karl Nägele)
• Zweite Vorsitzende: Franziska Schmidt
Der Kreisverband Heilbronn von 1968 bis 1969
(Kreisvorsitzender: Ulrich Stechele)
• Zweiter Vorsitzender: Klaus Pfingstler
• Kassierer: Karlheinz Keller
• Schriftführer: H. Riglewski
Der Kreisverband Heilbronn von 1969 bis 1971
(Kreisvorsitzender: Karheinz Keller)
• Zweiter Vorsitzender: Dr. Klaus Kniep
Mit den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) KV Heilbronn begann für mich der Blick über den Unterländer Tellerrand. Es war im Herbst 1955 als die „Heilbronner Stimme“ die Gründung einer Jugendgruppe ankündigte, „...die sich der europäischen Völkerverständigung widmen, und durch Reisen den Kontakt zu den Menschen in den Ländern Europas herstellen“... wollte.
Ich meldete mich an und besuchte die regelmäßigen Treffen im Robert-Mayer-Gymnasium. Als 18-Jähriger war meine erste Auslandsreise 1954 noch mit Visum und Deviseneintrag im Reisepass nach Antwerpen gegangen. Man riet mir damals, lieber meine Französisch-Schulkenntnisse zu verwenden und zu vermeiden als Deutscher erkannt zu werden (was natürlich nicht gelang).
Dies und so manche Reminiszenz aus dem Umfeld der Kriegsveteranen prägten unser Europa-Bild. Aber wir waren auch neugierig und bereit, die Kriegserlebnisse unserer Eltern hinter uns zu lassen.
Weiterblickende Politiker aus Frankreich und Italien, aber auch aus England wollten dies ebenso. So entstand die Europäische Bewegung unter dem Namen „Europa-Union“. Die JEF waren ihre Jugendgruppe. Diese waren es, die sich in Heilbronn unbekümmert zur Idee eines vereinten Europa bekannten.
Sie wurden unterstützt von einigen wenigen politisch denkenden Persönlichkeiten. Hierzu gehörten Franziska Schmidt (Redakteurin beim Neckar-Echo und der SPD nahe stehend); Erster Bürgermeister Dr. Karl Nägele (CDU), Karl Barth (SPD) aus Weinsberg, die Gymnasial Lehrer Herbert Kliem (Weinsberg) und Dr. Jessel (Heilbronn). Eine breite Öffentlichkeit betrachtete unsere Idee als idealistische Schwärmerei.
Wir gingen damals auf Wahlveranstaltungen der etablierten Parteien, um die Kandidaten zu ihrer Europa-Einstellung zu befragen. Konkretes hörte man dazu selten. Zugegeben, auch nur wenigen von uns bedeuteten die Schriften Alcide de Gasperis und Robert Schumans etwas. Was uns interessierte war die Möglichkeit mit den bescheidenen materiellen Mitteln, die wir hatten, in das Ausland zu reisen. Eine Reise nach Port Talbot/Wales, angeführt von Dr. Jessel, war das Highlight des Jahres. Sie führte zu nachhaltigen Kontakten mit den Mitgliedern des Taibach Youth Club Port Talbot und zu Gegenbesuchen in Heilbronn. Der Weinsberger Gymnasiallehrer Herbert Kliem reiste mit uns 1957 auf Einladung des Exportdirektors der FIAT Spa. Turin und FIAT Deutschland Chefs Bonelli sen. im Sonderwagen der Bahn nach Turin.
Als einige von uns volljährig waren (21), konnten wir die Reisen ohne unsere Lehrer organisieren und ab ging es, häufiger nach Paris und später, mit Ulrich Stechele, in unsere Partnerstadt Beziers (übernachtet wurde im Schlachthof der Stadt). In diesem Zusammenhang ist Frau Inge Brückner (damals Redakteurin bei der Heilbronner Stimme) zu erwähnen. Sie hat diese Partnerschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und sie stand unserer Organisation sehr freundschaftlich gegenüber.
Finanziell wurden diese Reisen auch von den Gastgeberländern und der Industrie gefördert, was dazu führte, daß wir in den Anfangsjahren als offizielle Gäste auch von offiziellen Vertretern wie z.B. dem Ministerpräsidenten der Landesregierung von Wales (Mr. John Esq.) an dessen Sitz in Cardiff oder von der Geschäftsleitung der FIAT Spa. in Turin empfangen wurden. Wir waren als Jugendliche privilegiert zu den ersten Botschaftern unseres Landes nach dem 2. Weltkrieg zu gehören.
Die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerkes erleichterte die Reisen nach Frankreich. In diesem Zusammenhang sollte auch die AFS- „Activity“ des Amerika-Hauses Heilbronn nicht unerwähnt bleiben, welche bereits in den 50er und Anfang der 60er Jahre, nach strengen Prüfungskriterien ausgewählte, Heilbronner Jugendliche zu kostenlosen Aufenthalten in die USA vermittelte.
Durch Reisen in das Ausland entstand in der Bevölkerung langsam ein pro-europäisches Bewusstsein. In der Politik waren es u.a. Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, die durch regelmäßige Arbeitstreffen Vorbildfunktionen für europäische Zusammenarbeit hatten.
Der Mitgliederstand der Europa Union und der JEF wuchs in den 60er Jahren kontinuierlich. Wichtiger für uns war aber die Bewusstseinsbildung, die unser Wirken in der Bevölkerung hatte. Die Bundeskongresse der Europa-Union Deutschland fanden regelmäßig in der Bonner Bethofen-Halle statt. Dort waren die Heilbronner mit Hans Kistenmacher und Manfred Weinmann repräsentativ vertreten. Höhepunkt in meiner Zeit als Kreisvorsitzender war sicherlich die Einweihung des „Europa Platzes“ im Zuge der Neugestaltung der Verkehrsführung an der Scheufelen’schen Insel (Rollschuhbahn). Die JEF hatten es mit Hilfe des jungen CDU Stadtrat-Mitgliedes, Manfred Weinmann, erreicht, dass dieser Platz an das Engagement der Heilbronner Bevölkerung für ein vereintes Europa erinnert.
Anmerkung von Heinrich Kümmerle jr.:
Die Stadträtin Franziska Schmidt wird aufgrund ihres Einsatzes für Europa zum Ehrenmitglied des Kreisverbandes Heilbronn der Europa-Union Deutschland ernannt.
Der "Mannheimer Kreisel" (1962 zum Kreis ausgebaut) wird am 11. Februar 1971 in Europa-Platz umbenannt.
Der Kreisverband Heilbronn von 1971 bis ????
(Kreisvorsitzender: Ulrich Kistenmacher)
• Stellvertretender Vorsitzender: Helmut Sauter
• Geschäftsführer: Manfred Flamman
Anfang 1972 ernennt die Europa-Union Deutschland Herrn 1. Bürgermeister Dr. Karl Nägele in Anerkennung seiner Verdienste als "Europäer der ersten Stunde in Europa" zum Ehrenvorsitzenden des Kreisverbandes Heilbronn.
Im Verlauf des Jahres 1972 holt die Europa-Union Deutschland die Europafahne des Europarates in Straßburg nach Heilbronn und macht Heilbronn zu einer der ersten europäischen Städte mit Europafahne - heute eine Selbstverständlichkeit.
Der Kreisverband Heilbronn von ???? bis 1979
(Kreisvorsitzender: Jürgen Brunner)
Der Kreisverband Heilbronn von 1979 bis 1988
(Kreisvorsitzende: Friedlinde Gurr-Hirsch)
"Sie müssen das machen!" drängte im Herbst 1978 Oberbürgermeister Dr. Manfred Weinmann als begeisterter und engagierter Europäer im Vorfeld der ersten europäischen Direktwahl. Er war es, der die Europa Union wiederbelebte. "Wir brauchen einen Aufbruch für die europäische Idee. Wir brauchen eine gute Wahlbeteiligung zur Legitimation des Europäischen Parlaments". Dr. Manfred Weinmann schwärmte von den 50er Jahren, in denen er mit seinen Freunden der JEF die Schlagbäume zu Frankreich symbolisch niedergerissen haben. Gerade die EU (Europa-Union) sei als überparteiliche Organisation in der Lage, die Chancen eines gemeinsamen Europas glaubhaft und kompetent weiterzugeben.
Beherzt nahm ich die Herausforderung an. Die einberufene Mitgliederversammlung des damals um die 50 Mitglieder zählenden Kreisverbandes gab mir ein einstimmiges Votum. Herr MdL Günther Erlewein, SPD, Heilbronn, versprach, mich ebenso zu unterstützen wie Heinrich Kümmerle von der FDP. Alle Landtagsmitglieder waren damals Mitglied der Europa-Union. Alle versicherten, mitzuarbeiten.
Hoffnungsfroh ging ich meine neue Aufgabe an. So spannend sich unsere Mitgliederliste las, so ernüchternd war jeweils die Anwesenheitsliste bei Veranstaltungen.
Trotzdem gelang es uns, 1979 mit interessanten Europakandidaten eine stattliche Schar interessierter Wähler, z.B. in den großen Saal des Hotels Götz zu locken. Bei der ersten Direktwahl hatte der interessierte Bürger den ganzen Spannungsbogen von Europa-Befürwortern und Europa-Gegnern im Kandidatenangebot.
So kandidierte 1984 beispielsweise der Grüne Norbert Telkämper als erklärter Gegner eines gemeinsamen Europas und saß mit Karl von Wogau, CDU und Heinke Salisch, SPD auf dem Podium. EU-Landwirtschaftsthemen zogen durch den Landwirt Honor Funk, CDU-MdEP viele Landwirte an. Die scheidende Oberbürgermeisterin der Stadt Heidelberg, Beate Weber, stand damals ebenso für Diskussionsabende als MdEP zur Verfügung wie MdEP Winfried Menrad von der CDU.
Ein Erlebnis der besonderen Art war die Veranstaltung mit Martin Bangemann, FDP. Über 3000 Einladungen wurden von meiner Familie und mir in Heilbronns Fußgängerzone verteilt. Erschienen waren dann gerade mal 19 Personen (meine Familie eingeschlossen).
Durchschnittlich bot der Kreisverband der Europa-Union zwei bis drei öffentliche Veranstaltungen pro Jahr an. Ein Höhepunkt unserer Veranstaltungen war sicher der Vortragsabend mit dem hoch verdienten Pan-Europäer Otto von Habsburg. Er ist wohl die Inkarnation des Europäers, polyglott und hochgebildet.
Für die Mitglieder gab es einige gemütliche Abende mit Kartoffelsalat und Fleischkäse in unserem Haus in der Talstraße in Untergruppenbach.
Als Griechenland (1981) und Spanien (1986) in die EG eintraten, stellten wir diese als Weinländer jeweils mit einer Weinprobe und einer Diapräsentation vor.
Ein kleiner Vorgeschmack auf das grandiose Europafest von heute war ein kleiner Auftritt des Kreisverbandes der Europa Union auf dem Marktplatz in Heilbronn jeweils am Europatag, den vor allem meine Familie bestritt. Bei diesem Europatag tranken selbst die türkischen Mitbürger Trollinger. Eine Fahnenbeschaffungsaktion für die Gemeinden bei der Bonner Fahnenfabrik sollte die Kommunen "europafit" machen, – Europafahnen in den Kommunen, heute eine Selbstverständlichkeit.
Ein Höhepunkt war auch der von uns organisierte Landestag des Landesverbandes der Europa Union, den wir in der Harmonie in Heilbronn abhielten, bei dem Annemarie Griesinger als Landesvorsitzende alle Teilnehmer begeisterte.
Was die Arbeit erschwerte, war eine stets knappe Kasse. Erst unter meinem Nachfolger gelang es, dass die Stadt Heilbronn sich auch finanziell und materiell beteiligte. Eine schöne Erfahrung war, dass mich ein Stamm von engagierten und europabegeisterten Vorstandsmitgliedern immer wieder unterstützte. Dazu gehörten Günther Erlewein, Gertraude Gebert, Heinrich Kümmerle, Johanna Lichy, Johannes Altincioglu und immer wieder Egon Susset. Ihnen gilt heute noch mein Dank genauso wie meinem Mann, der mich bei dieser Aufgabe in besonderem Maße unterstützte.
Anmerkung von Heinrich Kümmerle jr.:
Bei der Mitgliederversammlung am 27.01.1984 in Weinsberg wird das Gründungsmitglied des Kreisverbandes Heilbronn der Europa-Union Deutschland und der Jungen Europäischen Föderalisten, Herr Herbert Kliem, in Würdigung seiner sehr großen Verdienste für beide Verbände zum Ehrenmitglied des Kreisverbandes Heilbronn ernannt.
Der Kreisverband Heilbronn von 1988 bis 2005
(Kreisvorsitzender Prof. Dr. Walter Dörr)
In der Zeit vom 19. August 1988 bis zum 10. Juni 2005 war ich der Vorsitzende des Kreisverbandes. Ich wurde gebeten über diese Zeit über die Entwicklung des Kreisverbandes und meine Tätigkeit für ihn zu berichten.
Meinem Bericht will ich gerne ein Schiller- und ein Goethewort voranstellen.
Friedrich von Schiller:
Dreifach ist der Schritt der Zeit.
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
pfeilschnell ist das Jetzt verflogen,
ewig still steht die Vergangenheit,
Johann Wolfgang von Goethe:
Sobald man spricht,
beginnt man schon zu irren.
Fasst man beides zusammen kommt heraus, dass man sich zu irren beginnt, sobald man über die Vergangenheit spricht. Unter diese Erkenntnis möchte ich meinen Bericht stellen, wobei ich in den stets schöngefärbten Erinnerungen die Hauptursache für etwaige Irrtümer sehe. Man möge mir diese verzeihen.
In dem Protokoll der ersten von mir geleiteten Mitgliederversammlung des Kreisverbandes am 19. August 1988 sind als Aufgaben für die kommende Amtszeit des Vorstandes aufgezählt: Intensivierung der Mitgliederwerbung, Kontaktpflege zur Presse, Verbindungen suchen zu Gemeinden, die europäische Partnerschaften abgeschlossen haben, Kontakte suchen zu den bei uns lebenden Ausländergruppen, Kontakte aufbauen zu den Schulen und Schulbehörden im Bereich des Kreisverbandes, Werbung von Sponsoren für unsere Arbeit, Eintragung des Kreisverbandes als Verein und regelmäßige Vorstandssitzungen. Wahrhaftig, ein umfangreiches und ehrgeiziges Programm.
Ein Punkt daraus, nämlich die Eintragung in das Vereinsregister ist nach einer relativ umfangreichen Vorarbeit, einschließlich der Erstellung einer Satzung, bereits am 2. Mai 1990 erledigt worden. Interessant dabei sind die Namen der ersten Vorstandsmitglieder, es sind dies Prof. Dr. Walter Dörr (CDU), Günther Erlewein, MdL (SPD), Johannes Altincioglu (FDP) und Klaus Demal (parteilos). Damit waren im Vorstand des Kreisverbandes drei große Parteien vertreten und die Überparteilichkeit des Kreisverbandes war gesichert.
In meiner Amtszeit gab es im Vorstand verschiedene Änderungen. So folgte Herrn Johannes Altincioglu Herr Heinrich Kümmerle sen. Herr Bürgermeister Klaus Demal wurde als Bürgermeister in Stutensee gewählt und verzog dorthin; ihm folgte Frau Bettina Eckert. Herr Günther Erlewein ist altershalber 1998 aus dem Vorstand ausgetreten; ihm folgte Herr Prof. Dr. Helmut Klopp.
Heute sind folgende Mitglieder im Vorstand: Herr Heinrich Kümmerle jun. Vorsitzender, Herr Heinrich Kümmerle sen. und Herr Prof. Dr. Helmut Klopp stellvertretende Vorsitzende und Frau Bettina Kümmerle, Schatzmeisterin.
Der Punkt Kontakte zu Gemeinden, die Auslandspartnerschaften unterhalten, konnte mit unserer Stadt Heilbronn bestens realisiert werden. Sonstige Kontaktaufnahmen sind nicht erfolgt. In Heilbronn hat die Europa-Union auf dem Rathaus stets weit geöffnete Türen angetroffen. Herr Oberbürgermeister Dr. Manfred Weinmann, schon immer ein Europäer, und seine persönliche Referentin Frau Eva Niklasch, haben mich persönlich und im Gemeinderat auf das Beste unterstützt. Dieses Wohlwollen ist auf alle Amtsvorstände, mit denen ich es während meiner Tätigkeit zu tun hatte, übergesprungen. Wir wurden von allen Ämtern, vom Amt für Familie, Jugend und Senioren, vom Bürgeramt, vom Betriebsamt, vom Ordnungsamt, vom Hochbauamt stets freundlichst aufgenommen und unterstützt. Ich werde weiter unten noch einmal darauf zurückkommen.
Die Kontaktpflege zu den Ausländergruppen war wohl die Hauptaufgabe während meiner Amtszeit. Heilbronn hat etwas mehr als 120.000 Einwohner. Davon sind über 20% Ausländer. Dies ist zwar bekannt, aber hier dennoch erwähnenswert.Die Ausländergruppen waren schon immer bestens organisiert, sie hatten jedoch kaum Kontakt, weder zueinander, noch zu den Heilbronnern. Animositäten gegeneinander waren deshalb fast an der Tagesordnung. Diese Situation war für unseren Vorstand schon immer ein „Pfahl im Fleisch" und so haben wir gleich zu Beginn meiner Amtszeit versucht, hier „Pflöcke einzuschlagen". Bereits auf unserer Vorstandssitzung am 05.07.1989 wurde die Idee geboren, am 24. September 1989 auf dem Gaffenberg einen Tag des ausländischen Mitbürgers zu kreieren. Der OB hat dafür spontan ein Grußwort zugesagt. Die Nationalitäten sollten „kulturelle Programme aus ihrer Heimat" vortragen. Für das leibliche Wohl wurde vorgeschlagen, dass „einheimische Speisen und Getränke" angeboten werden. Italienische, spanische, griechische und türkische Gruppen wurden vom Ausländerbeirat der Stadt angeschrieben. Doch niemand hat sich gemeldet.
Auf telefonischen Anruf von uns haben sich schließlich die Italiener mit Coro del Grappa, die Türken mit einer Musikgruppe, die Jugoslawen mit einer Schülertanzgruppe und die Inder mit einheimischen Liedern gemeldet. Für uns war dies damals eine Spitzenveranstaltung mit Vesper, mit Wein und Bier und Limo und fröhlichem Tun. Und schließlich zum Abschluss in der Nacht mit einem großen Lagerfeuer.
Das Pflänzchen war zart, aber es gedieh prächtig. Bereits 1990 wurde für das Festival mit Programmblättern in den Ausländergruppen geworben und so ist es nicht verwunderlich, dass am 29. September 1990 bereits 7 Gruppen auf dem Gaffenberg beteiligt waren. Und das Volk strömte.
Und so geschah es weiter: Der Gemeinderat wurde von unserem Tun überzeugt und das Interesse unter den Ausländergruppen wurde weiter vergrößert. Am 4. Mai 1991 waren wir zum ersten Mal mit einem tollen Programm, einer großen Tribüne und Ständen der verschiedenen Ausländergruppen zum „Treffpunkt Europa" auf dem Kiliansplatz. Novum war, dass die Stadt erstmalig eine Delegation aus einer Partnerstadt zum Fest eingeladen hat.
In den Folgejahren wurde schließlich vom Oberbürgermeister am Vortag des Treffpunkt zum „Empfang der Ausländergruppen auf dem Rathaus" eingeladen. Die Ausländergruppen sahen dies vom ersten Tag an als eine große Wertschätzung für ihre Gruppen an. Der Kiliansplatz quoll über. 20 000 Besucher waren normal, 30 000 die Ausnahme. Heute ist der Treffpunkt Europa die größte derartige Veranstaltung der Europa-Union in Deutschland. Das tollste dabei aber ist, dass sich die ausländischen Gruppen in Heilbronn im Laufe der Jahre kennen und - ich übertreibe nicht - schätzen gelernt haben. Die Europa-Union ist auf das Geleistete mit Recht stolz.
Dass es seit Beginn des Treffpunktes auf dem Kiliansplatz ein Familienfest auf dem Gaffenberg gab und gibt, hat seinen Grund. Diejenigen, die auf dem Treffpunkt gearbeitet und sich dabei abgerackert haben, sollen auch ein Dankeschön erhalten. Meistens sind es ja die Sprecher und Manager der Gruppen, die sich auch beim Treffpunkt engagieren. Fast alle sind deshalb auf dem Familienfest anwesend. In Bezug auf die Vernetzung der Gruppen ist dieses natürlich optimal. Wir feiern, wir vespern und trinken, was mitgebracht wurde, wer tanzen will, kann tanzen, wer singen will singen und das Lagerfeuer, das zum ersten Mal am Tag des Europäischen Mitbürgers auf dem Gaffenberg angezündet wurde, wird nach wie vor zu Beginn der Dunkelheit abgebrannt. Das Familienfest findet jeweils am ersten oder zweiten Samstag im September statt. Gepflegte Gemeinschaft, entstehende Freundschaft, weiter so!
Nun zu der Kontaktpflege mit den Schulen. Herr Günther Erlewein, Herr Heinrich Kümmerle sen. und ich versuchten zu Beginn der 90iger Jahre Veranstaltungen mit Brezeln und Limos an den Schulen zu organisieren. Der Versuch ist gescheitert.
In diesem Moment kam uns der „Europäische Wettbewerb" gerade zu Recht. Ich meine, er wird in Heilbronn seit Mitte der 80iger Jahre erfolgreich durchgeführt. Zwar kann sich unser Kreisverband nicht brüsten, die größte Teilnehmerzahl in unserem Lande zu erreichen, doch zu den Großen gehören wir allemal. Die Teilnehmer kommen dabei hauptsächlich aus dem Landkreis. Trotz großer Mühe von uns und insbesondere auch vom Staatlichen Schulamt war und ist das Interesse an dem Wettbewerb im Stadtkreis relativ gering. - Leider.
Unsere Arbeit mit dem "Europäischen Wettbewerb" wird von der Kreissparkasse Heilbronn seit 1992 nachdrücklich unterstützt. Und zwar stellt uns die KSK ihre wunderschöne Schalterhalle zur Verfügung und darüber hinaus spendet sie uns, ebenfalls seit langer Zeit, die örtlichen Preise. Dem Sprecher des Vorstandes der Kreissparkasse Herrn Hans Hambücher und Herrn Karl Seybold mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei an dieser Stelle ausdrücklich ein herzliches Dankeschön gesagt. Weil sie Mitglieder in unserem Kreisverband sind, kann ich Frau Bettina Kümmerle und Herrn Heinrich Kümmerle sen. erst an zweiter Stelle mein Dankschön sagen. Frau Bettina Kümmerle macht seit 1991 in Heilbronn die Organisation für den Kreisverband, sowohl für die festliche Preisverleihung als auch für die Ausstellung der preisgekrönten Bilder. Dabei wird sie in bester Weise von „unserem Heiner" unterstützt. Schließlich, aber um so herzlicher, geht mein Dankeschön an die Lehrerinnen und Lehrer, die sich in großer Treue viel Mühe um das Gelingen des Wettbewerbes machen.
Nun möchte ich noch berichten über ein Projekt, an das wir im August 1988 überhaupt nicht gedacht hatten. Als in der Jahreszahl des Kalenders vorne die 2 erschien, haben wir darüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoll wäre, der interessierten Öffentlichkeit über unsere diversen Aktivitäten zu berichten. In den Medien wurde zwar dankenswerter Weise über unser Tun immer wieder berichtet, aber schließlich waren diese Berichte keine Dokumentation und keine Präsentation aus eigener Kraft. Deshalb wurde in dieser Zeit die Idee einer eigenen Broschüre immer wieder diskutiert und schließlich auch beschlossen. Frau Rektorin i. R. Gerda Brecht übernahm die Redaktion. Die erste Nummer war bereits mit einem für unseren Kreisverband repräsentativen und sorgfältig ausgearbeiteten Umschlag versehen. Sie erschien zum Treffpunkt Europa 2003 mit Grußworten des Vorsitzenden und des Herrn Oberbürgermeisters Helmut Himmelsbach sowie Beiträgen von OB i. R. Dr. Manfred Weinmann, Frau Bettina Kümmerle, Herrn Prof. Dr. Helmut Klopp, Frau Rektorin i. R. Gerda Brecht und einer Resolution der Landesmitgliederversammlung zur Osterweiterung. In den folgenden Nummern wurden jeweils auch Beiträge von Ausländergruppen, die sich am Treffpunkt Europa beteiligen, aufgenommen.
Und jetzt habe ich noch über zwei Punkte zu berichten, über deren Resultate ich nicht zufrieden bin. Es sind dies die Punkte Mitglieder- und Sponsorenwerbung.
Die Zahl der Mitglieder hat sich im Laufe meiner Amtszeit nur unwesentlich erhöht. In den Jahren l996 bis 1998 hatte sich unter den Mitgliedern wegen der Abführung der Mitgliedsbeiträge an den Landes- und Bundesverband viel Unmut breit gemacht. Um die abfließenden Beitragsgelder möglichst in Heilbronn zu behalten, wurde im Herbst 1998 der Europa-Club Heilbronn gegründet. Ein Großteil der Mitglieder unseres Kreisverbandes ist daraufhin aus der Europa-Union aus und in den Europa-Club eingetreten. In § 2.3 der Satzung heißt es: „Der Europa-Club arbeitet mit anderen, ähnlichen Vereinen zusammen...", d.h. auf der örtlichen Ebene war eine enge Kooperation mit der Europa-Union angesagt. Die Sitzungen der beiden Vorstände fanden auf alle Fälle stets gemeinsam statt und auch unsere Vorhaben Treffpunkt, Familienfest, Europäischer Wettbewerb usw. wurden gemeinsam durchgeführt. Es kam aber nicht viel dabei heraus, auf alle Fälle „quoll" die Kasse des Europa-Club nicht über. Und so wurde bereits am 12. April 2002 der Europa-Club im Einverständnis mit der Europa-Union wieder liquidiert. Seine Mitglieder wurden wieder „feierlich" in die Europa-Union aufgenommen. Wir hatten alle viel Arbeit, aber wenig Erfolg mit dieser Aktion. Vor allem für die Erhöhung der Mitgliederzahl der Europa-Union war sie nicht gerade förderlich.
Die Affäre mit dem Europa-Club wurde ja durchgeführt, weil wir mit der Kasse nicht aus dem Kreuz gekommen sind und weil uns nach unserer Meinung die Sponsoren fehlten. Aber die Kasse bleibt klamm. Das heißt, finanziell machten und machen wir dauernd eine Gratwanderung, die viel Nerven kostet. Dieses musste ich meinem Nachfolger übergeben. Ansonsten aber ist nach meiner Meinung der Kreisverband Heilbronn der Europa-Union Deutschland gut aufgestellt.
Wenn ich zum Schluss noch etwas zu den Vorstandssitzungen sagen darf, so ist es dieses: Regelmäßige Sitzungen sind schlecht. Vorstandssitzungen darf man nicht am 1. März und 15. September halten, sondern wenn es nötig ist. Sonst fehlen oft die interessanten Tagesordnungspunkte und entsteht unnötiges Gerede und mangelnde Konzentration. Tagesordnungen müssen zügig und konzentriert abgearbeitet werden. Sie müssen deshalb dann erfolgen, wenn es Zeit dafür da ist. Für den Rektor einer Hochschule war das ganz anders. Die monatlichen Senatssitzungen waren wichtig, die Tagesordnungen waren jedes Mal voll von meist recht „eckigen" Tops. Man lernt eben nie aus.
Der Kreisverband Heilbronn ab 2005
(Kreisvorsitzender: Heinrich Kümmerle jr.)
Jahresbericht 2005
Für den Kreisverband Heilbronn der Europa-Union war das Jahr 2005 von besonderer Bedeutung. Nach 16 Jahren und kurz vor Vollendung des achtzigsten Lebensjahres entschloss sich Prof. Dr. Walter Dörr das Amt des Kreisvorsitzenden in jüngere Hände zu geben. Damit waren die Vorbereitung und Ausführung des Treffpunkts Europa auf dem Kiliansplatz am Samstag, 21. Mai der Beginn der Stabübergabe.
Die Preisverleihung des Europäischen Wettbewerbs wurde in altbewährter Form am Montag, 9. Mai durch Bettina und Heinrich Kümmerle ausgerichtet.
Während der Mitgliederversammlung am Freitag, 10. Juni wurde Heinrich Kümmerle jr. zum neuen Vorsitzenden des Kreisverbandes Heilbronn gewählt. Um die Verjüngung des Vorstandes nicht all zu abrupt zu vollziehen und damit bestehende, gut funktionierende Strukturen zu zerschlagen, erklärten sich alle Vorstandsmitglieder bereit, weiterhin für die Vorstandsarbeit des Kreisverbandes zur Verfügung zu stehen. Daraufhin bestätigten die Mitglieder die beiden Stellvertreter Prof. Dr. Manfred Klopp und Heinrich Kümmerle sen. sowie die Schatzmeisterin, Bettina Kümmerle, im Amt. Auch erklärten der Pressereferent, Dr. Manfred Weinmann, und die Schriftführerin, Gerda Brecht, weiterhin für die Vorstandsarbeit zur Verfügung zu stehen. Prof. Heinrich Krayl wurde als Beisitzer neu in den Vorstand mit aufgenommen. Die langjährigen Kassenprüfer, Hubert Bläsi und Willi Glasze, wurden erneut im Amt bestätigt und zum Schluss der Versammlung wählten die Mitglieder, Prof. Dr. Walter Dörr zu Ihrem Ehrenvorsitzenden.
Das traditionelle Familienfest auf dem Gaffenberg am Samstag, 24. September war die erste Veranstaltung in Verantwortung des neuen Vorstandes. Der Absichtserklärung des neuen Vorsitzenden folgend, wurden bis zum Jahresende neue Vorhaben des Kreisverbandes, wie z.B. der Internetauftritt, regelmäßige Stammtische, eine Straßburgfahrt und politische Vortragsveranstaltungen, entwickelt und vorbereitet.
Jahresbericht 2006
Das Jahr 2006 begann für den Kreisverband mit dem ersten Europa-Stammtisch am Dienstag, 17. Januar. Neben Dr. Manfred Weinmann und Prof. Dr. Helmut Klopp gehörten Heinrich Kümmerle sen. und jr. sofort zu regelmäßigen Stammtischbesuchern, die zusammen mit anderen Mitgliedern der Europa-Union und Europainteressierten Fragen über und um Europa erörterten und diskutierten. Kurz darauf konnte auch Dr. Vassilios Vadokas als regelmäßiger Stammtisch-besucher gewonnen werden.
Am Freitag, 17. Februar fuhren Mitglieder der Europa-Union unter Leitung von Bettina und Heinrich Kümmerle zusammen mit Schülern und anderen Europainteressierten nach Straßburg. Unterstützung erhielten sie dabei von Gerda Brecht und Ruth von Hirschheydt.
Im Frühjahr konnte der Internetauftritt des Kreisverbandes Heilbronn realisiert werden, um damit schnell und umfassend allen Mitgliedern und Interessierten Informationen über Europa im Allgemeinen und den Kreisverband Heilbronn im Besonderen zur Verfügung zu stellen. Mit Erstellung des Internetauftrittes wurde auch begonnen, die Geschichte des Heilbronner Kreisverbandes aufzuarbeiten.
Am Montag, 8. Mai richtete die Europa-Union traditionell unter Federführung von Bettina und Heinrich Kümmerle die Preisverleihung des Europäischen Wettbewerbes aus; Festredner war Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach.
Der Treffpunkt Europa am Samstag, 13. Mai fand erstmals eingebunden in die Heilbronner Jugendkulturwochen „Youth Art“ aber in altbewährter Form auf dem Kiliansplatz statt. Die Europa-Union konnte auf ihr gesamtes Organisationsteam zurückgreifen. Prof. Dr. Helmut Klopp und Ophelia Giokarinis als Moderatoren, Heinrich Kümmerle sen. und Prof. Heinrich Krayl als Koordinatoren und die Standbesatzung um Heinrich Kümmerle jr., Gerda Brecht, Anneliese und Natalie Krayl, Bettina Kümmerle und erstmals dabei Kerstin Fechti. Unser Ehrenvorsitzender, Prof. Dr. Walter Dörr, übernahm die VIP-Betreuung. Auch die ehemalige Kreisvorsitzende, Staatssekretärin und MdL Friedlinde Gurr-Hirsch lies es sich nicht nehmen und stieß zu den Veranstaltern hinzu.
Über Heilbronner Kreisverbandsaktionen hinaus, beteiligte sich der Kreisverband mit Vorstandsmitgliedern und Delegierten an Bundes- und Landesvorhaben der Europa-Union Deutschland von Berlin über Hannover, Straßburg, Stuttgart bis hin zum Bodensee. Dabei gelang es auch, dass unser Kreisverbandsmitglied, MdB Michael Link, als Präsidiumsmitglied in den Bundesvorstand berufen wurde.
Für die jährliche Mitgliederversammlung am Mittwoch, 12. Juli konnten MdEP a.D. und MdB a.D. Hans-August Lücker und MdB Michael Link als Vortragende gewonnen werden.
Unser Familienfest auf dem Gaffenberg am Samstag, 23. September, fand wieder großen Zuspruch und war eine kleine Entschädigung für unsere Mitglieder und Sympathisanten, die sich das ganze Jahr über für Europa und die Europa-Union eingesetzt hatten.
Am Samstag, 14. Oktober warben Natalie Krayl, Bettina und Heinrich Kümmerle mit Hilfe eines Informationsstandes in der Fußgängerzone für ein geeintes Europa und stellten sich den Fragen Heilbronner Bürger.
Zum Jahresabschluss gelang es, MdB Josip Juratovic für einen weiteren europapolitischen Vortrag in der Harmonie-Gaststätte zu gewinnen.
Jahresbericht 2007
Der Kreisverband Heilbronn der Europa-Union Deutschland kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2007 zurückblicken. Auf ein Jahr, welches zumindest politisch betrachtet, viele Höhen und Tiefen aufweist und den Kompromiss zweifelsfrei in den Vordergrund rückt. Die Europäische Union schreitet, wenn auch nun etwas langsamer, weiter voran und immer noch in die richtige Richtung. Man könnte fast versucht sein zu glauben, dass nun ein einiges Europa nicht mehr aufzuhalten sei.
Nach Heiner Geißler, „wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie an der falschen Stelle,“ freut es mich umso mehr, dass wir Heilbronner Europäer uns 2007 in keiner Weise ausgeruht haben und den europäischen Gedanken nicht nur unverzagt hochhielten sondern in vielfältiger Weise dazu beitrugen, dass es in Europa weitergeht – es ist nicht immer die „große Politik“, die uns voranträgt, es sind unsere vielen kleinen Schritte, die uns und damit auch Europa letztendlich ans Ziel bringen.
Inzwischen schon traditionell begann unser ereignisreiches Jahr mit dem ersten Europa-Stammtisch am Dienstag, 23. Januar, Dr. Manfred Weinmann, Prof. Dr. Helmut Klopp, Dr. Vassilios Vadokas sowie Heinrich Kümmerle sen. und jr. gehören nicht nur zu den regelmäßigen Stammtischbesuchern, sondern freuen sich immer wieder darüber, wenn weitere bekennende Europäer und Europainteressierte zum Stammtisch dazustoßen. Nutzen Sie die Chance zum Gedankenaustausch – die große Politik lassen wir dabei meistens außen vor.
Am Freitag, 16. Februar, fuhren wir nun schon zum zweiten Mal zusammen mit Schülern und anderen Europainteressierten nach Straßburg, um die Stadt und das Europäische Parlament näher kennen zu lernen. Unser Landesvorsitzender, MdEP Rainer Wieland, hat sich u.a. aufgrund unseres sehr engagierten Teilnehmerkreises sofort wieder bereit erklärt, uns auch im nächsten Jahr eine Fahrt nach Straßburg zu ermöglichen. Bitte melden Sie sich bis zum 25. Januar 2008 an, wenn Sie Interesse an unserer Tagesfahrt nach Straßburg haben.
An dieser Stelle möchte ich nicht versäumen auch auf unsere fortwährenden Treffen und Gesprächskreise hinzuweisen, die wir das ganze Jahr über veranstalten, um den Treffpunkt Europa alljährlich auf dem Kiliansplatz zu ermöglichen.
Mit unserer Festveranstaltung am Freitag, 30. März, anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Römischen Verträge gelang es uns, dank der Unterstützung unseres Mitgliedes, MdB Michael Georg Link, eine dem Anlass würdige Veranstaltung auf die Beine zu stellen und damit über die Grenzen Heilbronns hinaus ein Zeichen zu setzen. Den Rahmen dieser Veranstaltung nahmen wir auch zum Anlass, um unser langjähriges Mitglied, Dr. Manfred Weinmann, für seine Verdienste um Europa zum Ehrenmitglied des Kreisverbandes zu ernennen.
Den ersten Informationsstand des Jahres bauten wir am Samstag, 21. April, in Willsbach auf. Unsere Mitglieder MdL Reinhold Gall und Bürgermeister Harry Murso verstärkten dabei die Informationsstandbesatzung.
Zu Beginn der Europawoche, am Samstag, 5. Mai, gelang es uns, Vertreter fast aller Parteien im wahrsten Sinne des Wortes unter dem Schirm der Europa-Union in der Heilbronner Fußgängerzone zusammenzuführen. Neben unseren Mitgliedern, unter anderen auch MdEP Rainer Wieland, MdB Thomas Strobl, MdB Josip Juratovic, MdL Dr. Bernhard Lasotta, MdL Friedlinde Gurr-Hirsch und Staatssekretär Richard Drautz, versammelten sich weitere europabegeisterte Heilbronner Bürger, unter ihnen Bürgermeister, Stadträte und Fraktionsvorsitzende, um gemeinsam für Europa Flagge zu zeigen.
Am Montag, 7. Mai, richtete die Europa-Union traditionell die Preisverleihung des Europäischen Wettbewerbes aus; Festredner war unser Mitglied Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach. Marian Georg Münch betreute dabei den erstmalig eingerichteten Informationsstand.
Der Treffpunkt Europa am Samstag, 12. Mai, fand in altbewährter Form auf dem Kiliansplatz statt. Prof. Dr. Helmut Klopp und Ophelia Giokarinis moderierten die Aufführungen, Heinrich Kümmerle sen. und Prof. Heinrich Krayl stellten den Ablauf der Veranstaltung sicher. Die Standbesatzung um Anneliese Krayl und Bettina Kümmerle wurde dieses Jahr durch Tanja Sagasser und Thomas Michl verstärkt. Auch versammelte Marian Georg Münch eine Gruppe junger Europabegeisteter um sich, die erstmals „Treffpunktluft“ schnupperten. Unser Ehrenvorsitzender, Prof. Dr. Walter Dörr, übernahm wieder die VIP-Betreuung.
Am Freitag, 22. Juni, bestätigten Sie während der jährlichen Mitgliederversammlung die gute Arbeit des Kreisvorstandes durch seine Wiederwahl. Wir ergänzten dabei unser erfolgreiches Team um Tanja Sagasser, die sich als Schriftführerin zur Verfügung stellte.
Über unsere Heilbronner Kreisverbandsaktionen hinaus beteiligten wir uns unter anderem auch am Böckinger Seeheinfest. Zusätzlich verstärkten wir unsere erfolgreichen Bemühungen Heilbronner mit Migrationshintergrund weiter in unsere Gesellschaft zu integrieren. Unser Konzept zur Integration Heilbronner Bürger mit Migrationsgeschichte fand dabei über die Stadt hinaus Beachtung und Anerkennung, sodass wir unsere Expertise auch im Landkreis Heilbronn erfolgreich zur Verfügung stellen konnten. Des Weiteren waren wir mit Delegierten bei der Bundes- und der Landesversammlung vertreten und verstärkten zusätzlich mit Prof. Dr. Walter Dörr und Heinrich Kümmerle sen. den Landesarbeitskreis Energiepolitik maßgeblich.
Unser traditionelles Familienfest auf dem Gaffenberg am Samstag, 29. September, fand wie gewohnt großen Zuspruch und war eine kleine Entschädigung für uns und die Vertreter der Heilbronner Vereine mit Migrationshintergrund, die sich das ganze Jahr über für ein geeintes Europa und den Kreisverband Heilbronn der Europa-Union eingesetzt hatten.
Am Samstag, 13. Oktober, warben Natalie Krayl, Tiziana Ehrenberger, Thomas Michl, Marian Georg Münch, Bettina und Heinrich Kümmerle sen./ jr. an einem Informationsstand in der Fußgängerzone für ein geeintes Europa und versuchten vor allem die Heilbronner Jugend für Europa zu begeistern.
Am Freitag, 19. Oktober, informierte MdB Thomas Strobl während einer Vortragsveranstaltung des Kreisverbandes in seiner Rede „Quo Vadis Europa“ höchst aktuell über Europa und stand profund Rede und Antwort.
Zum krönenden Jahresabschluss gelang es uns am Freitag, 16. November, den Kreisverband Heilbronn der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) zu reaktivieren. Der erste Kreisvorsitzende von 1956, Dr. Manfred Weinmann, und die erste Kreisvorsitzende von 1990, Bettina Kümmerle, beglückwünschten den neuen Kreisvorstand der JEF zu seiner Wahl. Neuer Kreisvorsitzender ist Marian Georg Münch. Seine Stellvertreterin ist Tiziana Ehrenberger, Schatzmeisterin ist Natalie Krayl, Schriftführer ist Christopher Knaf. Kassenprüfer sind Thomas Michl und Denis Selak.
Sie sehen, wir können auf ein für den Kreisverband ereignisreiches und dazu sehr erfolgreiches Jahr 2007 zurückblicken, und es freut mich dabei sehr, dass wir wieder eine eigene Jugendorganisation der JEF in Heilbronn haben.
Jahresbericht 2008
Auch 2008 war für unseren Heilbronner Kreisverband wieder ein ereignisreiches Jahr. Wir konnten dieses Jahr unseren nun schon als traditionell zu bezeichnenden Veranstaltungen, wie Treffpunkt Europa auf dem Kiliansplatz, Preisverleihung zum Europäischen Wettbewerb, Fahrt zum Europäischen Parlament, Familienfest auf dem Gaffenberg, Europastammtische und Informationsstände sowie europapolitische Vortragsveranstaltungen, u.a. mit MdB Eberhard Gienger und MdB Harald Leibrecht, weitere Vorhaben hinzufügen.
So griffen wir die Idee einer europäischen Weinprobe wieder auf. Dabei führte uns Frau Helga Drauz-Oertel sehr professionell durch die Weinberge Europas.
Mit unserer ersten „Fahrt ins Blaue“, die nach Eppingen führte, wo uns Herr Oberbürgermeister Klaus Holaschke willkommen hieß, rundeten wir die zahlreichen Veranstaltungen ab. Auch traf sich der Kreisvorstand weiterhin regelmäßig zu Sitzungen und unsere Delegierten nahmen auf Bundes- und Landesebene Einfluss.
Für manchen unter uns mag diese Veranstaltungsdichte ein wenig zu viel des Guten sein. Dennoch beabsichtige ich, und ich bin mir hierbei der Unterstützung aller anderen Vorstandsmitglieder sicher, auf keine dieser Veranstaltungen zu verzichten. Wir versuchen im Gegenteil, z. B. mit Fahrten zu unseren Heilbronner Partnerstädten und auch zu den Partnerstädten der Städte und Gemeinden des Kreises Heilbronn eine weitere Veranstaltungsreihe mit in unser Programm aufzunehmen.
Neben der Planung und Ausführung unserer Veranstaltungen ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, Sie alle nicht nur für diese zu gewinnen, sondern dabei auch den einen oder anderen unter Ihnen für eine aktive Mitarbeit in Arbeitskreisen oder bei der Vorbereitung und Ausführung größerer Vorhaben einbinden zu dürfen.
Sehr gefreut hat es mich, dass unsere Mühen und unser Engagement auch dieses Jahr durch einen weiteren Mitgliederzuwachs belohnt wurden und an unseren Kreisverband darüber hinaus zwei Auszeichnungen gingen. Anfang des Jahres erhielten wir alle einen Integrationspreis und im September wurde meinem Vater, Herrn Heinrich Kümmerle senior, die goldene Ehrennadel der Europa-Union Deutschland verliehen. Darauf können wir durchaus stolz sein, denn es zeigt uns, dass unsere Kreisverbandsarbeit auch außerhalb Heilbronns Wertschätzung erfährt.
Durch das beständige Ansteigen unserer Mitgliederzahlen hoffe ich auf eine Stärkung unseres schon jetzt sehr aktiven Mitarbeiterkreises; ganz besonders möchte ich hierbei auf unsere Jugendorganisation und ihre Mitglieder bauen, die sich neben ihrem Engagement für eigene JEF - Vorhaben und Projekte auch peu à peu in unsere EUD - Veranstaltungen und Aktionen mit einbinden und Verantwortung übernehmen. Damit möchte ich nicht die etwas älteren unter uns davon abhalten, auch weiterhin mit uns für Europa zu werben. Im Gegenteil, ich möchte sie dazu auffordern, ihre Erfahrungen und Ideen an unsere Jugend weiterzugeben, damit wir den ursprünglichen europäischen Gedanken nicht nur am Leben erhalten, sondern weiter vorantragen – dies ist heute notwendiger als in den letzten Jahrzehnten zuvor!