Bundesverfassungsgericht erteilt Lafontaine und Gauweiler klare Absage
Der Heilbronner Kreisverbandsvorsitzende der Europa-Union Deutschland, Heinrich Kümmerle, begrüßt Karlsruher Urteil. Die Europa-Union Deutschland begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts über den EU-Vertrag von Lissabon. „Das Urteil ist eine klare Absage an die irreführende Argumentation der Beschwerdeführer Lafontaine und Gauweiler. Die Unterstellung, der Vertrag widerspräche dem Grundgesetz und schwäche den Grundrechtsschutz, ist widerlegt“, betont Heinrich Kümmerle, Vorsitzender der Europa-Union Deutschland in Heilbronn. Durch den Reformvertrag von Lissabon werde die Europäische Union im Gegenteil bürgernäher und sozialer als sie es heute sei. „Die demokratische Legitimation wird deutlich verbessert, denn das Europäische Parlament wird erkennbar gestärkt und der Deutsche Bundestag erhält – wie alle anderen nationalen Parlamente – durch den neuen Vertrag erweiterte Mitwirkungsrechte“, kommentiert Kümmerle weiter. Zudem würden die Entscheidungsverfahren der EU an die größer gewordene Zahl der Mitgliedstaaten angepasst. … Nach der grundsätzlichen Zustimmung des Bundesverfassungsgerichtes und den noch vorzunehmenden Nachbesserungen durch den Bundestag sei noch ein positives Votum der Bürgerinnen und Bürger Irlands im Herbst 2009 erforderlich, damit das Reformwerk seine Wirkung entfalten könne. „Die Europa-Union in Heilbronn ist mit unserem Bundesverband zuversichtlich, dass der Vertrag von Lissabon noch in diesem Jahr in Kraft treten wird“, sagte der am vergangenen Freitag im Amt bestätigte Vorsitzende Heinrich Kümmerle.
Fahrt ins Blaue 2009
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Auftaktveranstaltung zur Europawahl am 27. März 2009
Am Freitag, 27. März 2009, fand die Heilbronner Auftaktveranstaltung zur Europawahl in der Trappenseegaststätte statt.
Zu einer Podiumsdiskussion trafen sich neben den Diskutanten, MdEP Evelyne Gebhardt (SPD), MdEP Heide Rühle (Bündnis 90/Die Grünen), Manuel Benda (CDU) und Christopher Knaf (FDP) mehr als 70 interessierte Bürger aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn.
Bei aller Einstimmigkeit der Parteien und Anwesenden über die Notwendigkeit der Europäischen Union und der Zukunft Europas, zeigten sich doch sehr schnell Unterschiede in der Ausgestaltung und Schwerpunktsetzung.
Neben den aktuellen und "brennenden" Themen unserer Zeit und ihre Auswirkungen auf unser Europa wurde auch erörtert, welchen Einfluß Europa auf die Heilbronner Parteien und welchen Einfluß die Heilbronner und die Politiker des Stadt- und Landkreises Heilbronn auf die Europäische Union haben.
So spannte sich der Bogen von der Außenpolitik über die Wirtschaftskrise und Umweltproblematik bis hin zu den Auswirkungen Europas auf die regionalen und lokalen Strukturen und ihre Politik.
Zu bereits fortgeschrittener Stunde mußte der Diskussionsleiter, Heinrich Kümmerle, sowohl die Anwesenden als auch die Diskutanten bitten, die Diskussion langsam zu beenden.
Alle Anwesenden waren sich zum Schluß einig, dass diese Auftaktveranstaltung zur Europawahl am 7. Juni 2009 äußerst informativ war. Und dass trotz aller Unterschiede über den Weg zu einem noch besseren Europa, ein Europa - in Vielfalt geeint - ohne Alternative ist.
Heilbronner Delegierte diskutieren zusammen mit bekennenden Europäern aus ganz Deutschland über die Zukunft Europas
Auf dem 54. Bundeskongress der überparteilichen Europa-Union Deutschland in Saarbrücken am 21. und 22. November 2008 wurde „Deutsch“ gesprochen. Die immer noch ausstehende Ratifizierung des Lissabon Vertrages durch die Republik Irland, die Tschechische Republik und der Bundesrepublik Deutschland machen es aus der Sicht der nach Saarbrücken geeilten Europäer (unter ihnen neben dem Ministerpräsidenten aus dem Saarland, weiteren Ministern, Staatssekretären und Abgeordneten aus dem EP, dem Bundestag und den Landtagen auch der Präsident des Europäischen Parlamentes, Herr MdEP Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering) derzeit unmöglich über eine Erweiterung der Europäischen Union zu verhandeln.
Unbestreitbar sind die Erfolge, die unser „Europa – in Vielfalt geeint“ bereits jetzt erzielt hat. Über sechzig Jahre Frieden im Herzen Europas, offene Grenzen für fast 500 Millionen Europäer und eine einheitliche Währung in derzeit 15 Mitgliedsländern machen Europa für alle Einwohner begreiflich und erlebbar.
Auch ist unbestreitbar, dass ohne eine gemeinsame Währung die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise für fast alle Staaten in Europa zum Verhängnis geworden wäre. Island, Irland, Dänemark und Schweden haben bereits reagiert und überdenken ihre bisherige Politik!
Den heutigen Gefahren und Herausforderungen für die gesamte Welt kann man nur gemeinsam begegnen. Unsere Umwelt, unsere europäische Lebensart und Wertvorstellungen können nur gemeinsam gerettet werden – dies ist unbestreitbar. Dafür braucht Europa, dafür braucht die Europäische Union Handlungsfähigkeit – der Vertrag von Lissabon ist der Schlüssel hierzu.
Am 7. Juni 2009 wählen die Bürger Europas nach 1979 zum siebten Mal die Abgeordneten für das Europäische Parlament. Die Europa- Union Deutschland ruft hierzu
· alle Bürger Europas auf, an diesem Tage wählen zu gehen und damit ihrer Stimme in Europa Gehör zu verschaffen,
· die politischen Parteien auf, einen Europawahlkampf zu führen und damit der Bedeutung Europas für uns alle gerecht zu werden.
Die Heilbronner Europa-Union wird auch im nächsten Jahr weiter für ein gemeinsames Europa werben und in Veranstaltungen und Informationsständen über seine Länder, Institutionen und Menschen informieren.
56. Europäischer Wettbewerb hat begonnen!
Der Europäische Wettbewerb ist der einzige europaweit veranstaltete Schülerwettbewerb für bildnerische und schriftliche Arbeiten. Schon durch seine Organisation und die Mitwirkung von 34 nationalen Komitees genügt er seinem Anspruch.
Der Europäische Wettbewerb ist Teil einer jährlichen bundes- und europaweiten Aktion, um das europäische Bewußtsein bei den Jugendlichen in den allgemein- und berufsbildenden Schulen zu schärfen. Dieses Bemühen wird durch die Schirmherrschaft von Herrn MdL Helmut Rau, Baden-Württembergs Minister für Kultus, Jugend und Sport, nachhaltig unterstützt. Unter anderem durch die Auslobung von Buch- und anderen Sachpreisen sowie die Finanzierung internationaler Preisträgerbegegnungen und -seminare, die der Zielsetzung des Wettbewerbs besonders entsprechen.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.
Oder gehen Sie direkt auf die Homepage des Europäischen Wettbewerbes.
Teilnahmeberechtigt sind Schüler aller Schularten in Deutschland und von Schulen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland in vier Altersgruppen. Im Zweifelsfall gilt die Altersgruppe der Klasse bzw. Jahrgangsstufe. Zugelassen sind nur Einzelarbeiten im bildnerischen, Einzel- und Partnerarbeiten im schriftlichen Wettbewerb. Die Auswahl der Preisträger nehmen die Landesjurys und dann die Bundesjury vor, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Arbeiten und die Rechte an den Arbeiten gehen an die Europäische Bewegung Deutschland über. Durch die Teilnahme werden die Bedingungen anerkannt.
Einsendeschluss: 15.02.2009
Adresse:
Europäischer Wettbewerb
Gänsäckerstr. 37
75365 Calw
Preisverleihung für Stadt und Landkreis Heilbronn: 04.05.2009
Ort:
Kreissparkasse Heilbronn
Am Wollhaus 14
74072 Heilbronn
Die Spitzenpreise bestehen in der Teilnahme an Europäischen Jugendbegegnungen mit Preisträgern aus den 34 europäischen Ländern, in denen der Europäische Wettbewerb zeitgleich veranstaltet wird. Diese finden statt in:
Deutschland, Finnland, Frankreich, Litauen, Österreich, Polen, Portugal, Niederlande, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Zypern.
Die Jugendbegegnungen dauern rund zehn Tage. Neben Spaß und Entspannung stehen gemeinsames Erleben und Diskussionen im Mittelpunkt dieser Begegnungen.
Darüber hinaus können die Jurys weitere Seminarplätze und Einladungen, z.B. nach Berlin und Straßburg, vergeben. Für die Jüngeren stehen Gutscheine für Künstlerbedarf oder Bücher zur Verfügung sowie Uhren mit dem Logo des Europäischen Wettbewerbs.
Die besten Arbeiten werden noch einmal auf europäischer Ebene ausgezeichnet.
Neuer Kreisvorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten in Heilbronn

- EUD Kreisvorsitzender Heinrich Kümmerle, neuer und alter JEF Kreisvorsitzende Jens Boysen und Marian Georg Münch
In der Mitgliederversammlung des JEF Kreisverbandes Heilbronn am Samstag, 6. September 2008, wurde der Verkehrsbetriebswirtschaftsstudent Jens Boysen als neuer Vorsitzender der Heilbronner EUD Jugendorganisation gewählt.
Sein Vorgänger, Marian Georg Münch, gab das Amt vorzeitig ab, da er ab diesem Schuljahr sein Abitur in England machen wird. Die Jugendorganisation der Europa-Union Heilbronn hat zwischenzeitlich über 20 aktive Mitglieder.
Der neue Vorsitzende Jens Boysen möchte die Verbandsarbeit weiter ausbauen und die Europawahlen im nächsten Jahr dazu nutzen, um den Europäischen Gedanken weiter zu verbreiten. „In den nächsten Monaten stehen Infostände in der Innenstadt und beim Begegnungsfest in Brackenheim sowie ein Wochenendseminar in Löwenstein an“, stellte Jens Boysen sein Arbeitsprogramm vor.
Hoch erfreut über die positive Entwicklung der Jugendorganisation ist auch der EUD Kreisvorsitzende, Heinrich Kümmerle, der bei der Veranstaltung ein Grußwort hielt.
Sie erreichen die JEF unter anderem auch über folgenden Link:
Stellungnahme zum irischen Volksentscheid am Freitag, 13.06.2008
Mit Bedauern nimmt der Kreisverband Heilbronn die Entscheidung der irischen Bevölkerung zur Kenntnis. Die Beweggründe für diese Entscheidung können von den Mitgliedern des Kreisverbandes nicht nachvollzogen werden. Der Kreisverband HN ist dennoch fest davon überzeugt, dass der Vertrag von Lissabon von der Mehrheit der Bevölkerung der Europäischen Union mitgetragen wird und Europa damit einen weiteren Schritt in die richtige Richtung zu einem gemeinsamen demokratischen Europa in Freiheit, Friede und Wohlstand für alle Europäer macht. Wir bekennenden Europäer lassen uns durch diese Entscheidung der irischen Bevölkerung nicht entmutigen und werben weiterhin für ein „Europa in Vielfalt geeint“. Wir hoffen, dass sich auch unsere irischen Freunde eines Tages dazu durchringen werden können.
Integrationspreis für den Kreisverband Heilbronn
Beim sechsten Internationalen Neujahrsfest in Heilbronn wurde dem Kreisverband Heilbronn der Europa-Union Deutschland der regionale Integrationspreis verliehen. Darüber hinaus konnte unser Mitglied, MdB Josip Juratovic, für den Verein Novi Most den überregionalen Integrationspreis entgegennehmen.
Der Laudator, Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach, lobte die überparteiliche Arbeit und herausragenden Leistungen des Kreisverbandes und seiner Mitglieder, die sich schon seit Jahrzehnten für die europäische Einigung und die Integration seiner Bürger einsetzen.
Durch diese vorbildliche Arbeit wurde das Zusammenleben aller Heilbronner, die inzwischen aus mehr als 100 unterschiedlichen Ländern stammen und damit Heilbronn zu einer Großstadt machen, in der weit über 40% aller Bürger über eine Zuwanderungsgeschichte verfügen, sehr vereinfacht. Heilbronn hat sich unter anderem dadurch in wenigen Jahrzehnten zu einer weltoffenen und prosperierenden Großstadt mit Zukunft entwickeln können.
Die Heilbronner Europa-Union hat hierzu wesentlich beigetragen und sich damit für den diesjährigen regionalen Integrationspreis mehr als verdient gemacht.
Unter dem Schirm der Europa-Union ...
versammeln sich in Heilbronn Europabegeisterte und Mitglieder aller staatstragenden Parteien, um gemeinsam für ein Europa in Vielfalt geeint zu werben.
Am 5. Mai 2007 z.B. MdEP Rainer Wieland, MdB Josip Juratovic, MdB Thomas Strobl, Staatssekretärin und MdL Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretär Richard Drautz, MdL Dr. med. Bernhard Lasotta und viele mehr ...
Die Botschaft der zwölf Sterne …
Die Europaflagge
(von Hans-August Lücker)
Die Entstehungsgeschichte und die Geburtswehen der Europaflagge sind selbst für Zeitzeugen noch immer in der Erinnerung aufregend und historisch interessant.
Der Umsturz der mittel- und osteuropäischen Staaten in moskautreue Satellitenstaaten, die sowjetische Blockade Berlins und schließlich der Korea-Krieg hatten die Europäer gelehrt, das „Neue Europa" mit „ Neuem Geist" mit Hilfe der Amerikaner zu beschleunigen.
Am 4. April 1949 wurden die NATO gegründet, am 5. Mai 1950 der Europa-Rat, und am 9. Mai 1950 verkündete Robert Schuman seinen Plan für die Schaffung einer „Europäischen Föderation", der Europa und die Welt veränderte.
Am 18. August 1950 debattierte der Europa-Rat erstmals die Schaffung eines Symbols für Europa, das man aufzubauen begonnen hatte. In den nächsten Monaten erreichten mehr als 100 Vorschläge von Künstlern und Historikern, Politikern und Diplomaten, ja auch von einfachen Bürgern die Straßburger Versammlung.
Die europäische Idee hatte Hochkonjunktur. In Straßburg gab es leidenschaftliche und geistreiche Debatten: Wollte man doch ein Symbol kreieren, das übernational die Zeiten überdauert und in dem jeder Europäer sich wiedererkennen konnte.
Fünf Jahre dauerte die Debatte, bis Straßburg am 25. Oktober 1955 einstimmig das noch heute gültige Symbol beschloß. Die Helden waren müde geworden, und neue Ideen konnte niemand mehr vorbringen.
Aber halt! Da waren einige Verschworene, die in der ganzen Zeit ihren Vorschlag in Reserve gehalten hatten, weil sie wahrscheinlich mit Recht fürchteten, auch er könne in diesen heißen Debatten untergehen. Sie sahen am Ende der Debatte die Gunst ihrer Stunde gekommen und schlugen als Symbol Europas vor: eine Flagge mit dem Blau des Himmelsgewölbes und in der Mitte einen Kranz von zwölf goldenen, fünfzackigen Sternen, die sich nicht berührten - ein jahrtausende altes Symbol für „Vollkommenheit" und „Vollendung".
War das nicht ein Symbol für den Neubau Europas mit neuem Geist, für ein friedliches Zusammenleben seiner Völker in Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität? Der Vorschlag wurde ohne weitere Diskussion angenommen; der Ministerrat beschloß ebenso einstimmig am 8. Dezember 1955 dieses Symbol; am 13. Dezember 1955 wurde diese Flagge feierlich vor dem Palais de l'Europe in Straßburg gehißt.
Wir Abgeordnete der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PVE) machten ein Jahr später der „Kathedrale der Völkerversöhnung" in Straßburg ein Geschenk: Dieses Symbol in der Beschreibung der Apokalypsis (= Offenbahrung des hl. Johannes) mit der Muttergottes im Sternenkranz für das Marienfenster in der Apsis der Kathedrale, das 1944 durch Bomben zerstört worden war. Das Symbol des Zwölf-Sterne-Kranzes steht für die „Heiligkeit" der Zahl zwölf (ähnlich der Zahl sieben aus der Schöpfungsgeschichte).
In alten Kirchen, aber auch in gewissen Profanbauten, begegnen wir in Europa immer wieder diesem Symbol; so z. B. in der Basilika „zur Göttlichen Weisheit" (Hagia Sophia) in Konstantinopel/Istanbul, die von Kaiser Konstantin dem Großen (306-324) erbaut, zweimal durch Erdbeben und Brand zerstört und von Kaiser Justinian I. (518-563) größer und schöner wieder aufgebaut wurde und Jahrhunderte hindurch als zusätzliches achtes Weltwunder galt. Dort hängt von der 55 Meter hohen Großen Kuppel ein goldener Leuchterkranz mit zwölf Sternen in überdimensionaler Größe herab. Wir begegnen diesem Symbol aber auch u. a. im Aachener Münster; in der Kuppel des Oktogons hängt der sog. Barbarossa-Leuchter, gestiftet (1162 - 1190) aus Anlaß der Seligsprechung Kaiser Karls des Großen (768-814).
Europa hat eine große Geschichte - bei allen Fehlern, Kriegen und Grausamkeiten. Nach dem Niedergang des kommunistischen Imperiums stehen wir an einem neuen Anfang. Robert Schuman, Konrad Adenauer, Alcide de Gasperi und andere haben aus den Lehren der Geschichte mit historischem Weitblick und Kühnheit ein „Neues Europa" auf den Weg gebracht: Versöhnung der Völker, friedliches Zusammenleben zum gegenseitigen Nutzen und Wohl, in Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität; das sind die Werte, die das Europa der Zukunft wesentlich mitbestimmen sollen.
Wir bleiben uns bewußt, daß menschliches Werk immer unvollkommen sein wird und vielleicht auch nie die wirkliche Vollendung erreicht. Nach den Gründungsvätern haben andere die Flagge hochgehalten und weitergetragen. Dies auch in Zukunft zu tun, ist auch heute und morgen des Schweißes aller Edlen wert.
Freude schöner Götterfunken ...
Die Europahymne
(von Heinrich Kümmerle)
Die Hymne der Europäischen Union entstammt der Ode an die Freude aus der Neunten Symphonie von Ludwig van Beethoven (1770 - 1827), die am 7.Mai 1824 in Wien uraufgeführt wurde.
Friedrich von Schillers (1759 - 1805) Gedicht „Ode an die Freude“, erstmals 1786 veröffentlicht, war für Beethoven die Grundlage für den Schlußchor des vierten und letzten Satzes der Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125.
Die musikalische Bearbeitung durch Herbert von Karajan (1908 - 1989) zur Schaffung einer Europahymne erfolgte auf Bitten des Europarats als Instrumentalversion, um keine europäische Sprache zu bevorzugen.
Karajan arrangierte drei Instrumentalversionen, je eine für Solopiano, Blas- und Symphonieorchester.
Einen offiziellen Text zur Melodie gibt es bis heute nicht, dennoch wird in vielen Sprachen auf den Schillerschen Text zurückgegriffen.
Karajans Bearbeitung wurde am 18. Januar 1971 vom Ministerkomitee des Europarats zur Europahymne erklärt. In dieser Funktion erklang sie erstmals am 15. Mai 1972 bei der Grundsteinlegung des Palais de l’Europe, dem Straßburger Europaparlament.
14 Jahre später, am 21. April 1986, wurde die Europahymne, zusammen mit der Europaflagge, von den Außenministern der Europäischen Gemeinschaft (EG) nach Absprache mit dem Europarat auch die Hymne der heutigen Europäischen Union.
Die Ode an die Freude verknüpft das Freudenthema (Freude schöner Götterfunken) mit dem Solidaritätsgedanken (alle Menschen werden Brüder). Aus jedem Ton spricht der Aufruf an die Menschheit, sich zusammenzuschließen.
Diese freudvolle, humanistische Vision der Menschheit, wobei alle Menschen Brüder werden, überwindet Grenzen und führt uns Menschen zusammen.
Ode an die Freude
(Friedrich von Schiller)
Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum.
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng geteilt,
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.
Chor
Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder - überm Sternenzelt
Muß ein lieber Vater wohnen.
Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein,
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!
Ja - wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer's nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund!
Chor
Was den großen Ring bewohnet,
Huldige der Sympathie!
Zu den Sternen leitet sie,
Wo der Unbekannte thronet.
Freude trinken alle Wesen
An den Brüsten der Natur,
Alle Guten, alle Bösen
Folgen ihrer Rosenspur.
Küsse gab sie uns und Reben
Einen Freund, geprüft im Tod.
Wollust ward dem Wurm gegeben,
Und der Cherub steht vor Gott.
Chor
Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahndest du den Schöpfer, Welt?
Such ihn überm Sternenzelt,
Über Sternen muß er wohnen.
Freude heißt die starke Feder
In der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
In der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
die des Sehers Rohr nicht kennt.
Chor
Froh, wie seine Sonnen fliegen,
Durch des Himmels prächt'gen Plan,
Laufet, Brüder, eure Bahn,
Freudig wie ein Held zum Siegen.
Aus der Wahrheit Feuerspiegel
Lächelt sie den Forscher an.
Zu der Tugend steilem Hügel
Leitet sie des Dulders Bahn.
Auf des Glaubens Sonnenberge
Sieht man ihre Fahnen wehn,
Durch den Riß gesprengter Särge
Sie im Chor der Engel stehn.
Chor
Duldet mutig Millionen!
Duldet für die bess're Welt!
Droben überm Sternenzelt
Wird ein großer Gott belohnen.
Göttern kann man nicht vergelten,
Schön ist's, ihnen gleich zu sein.
Gram und Armut soll sich melden,
Mit den Frohen sich erfreun.
Groll und Rache sei vergessen,
Unserm Todfeind sei verziehn,
Keine Träne soll ihn pressen,
Keine Reue nage ihn.
Chor
Unser Schuldbuch sei vernichtet!
Ausgesöhnt die ganze Welt!
Brüder - überm Sternenzelt
Richtet Gott, wie wir gerichtet.
Freude sprudelt in Pokalen,
In der Traube gold'nem Blut
Trinken Sanftmut Kannibalen,
Die Verzweiflung Heldenmut -
Brüder fliegt von euren Sitzen,
Wenn der volle Römer kreist,
Laßt den Schaum zum Himmel spritzen:
Dieses Glas dem guten Geist.
Chor
Den der Sterne Wirbel loben,
Den des Seraphs Hymne preist,
Dieses Glas dem guten Geist,
Überm Sternenzelt dort oben!
Festen Mut in schwerem Leiden,
Hülfe, wo die Unschuld weint,
Ewigkeit geschwor'nen Eiden,
Wahrheit gegen Freund und Feind,
Männerstolz vor Königsthronen, -
Brüder, gält es Gut und Blut, -
Dem Verdienste seine Kronen,
Untergang der Lügenbrut!
Chor
Schließt den heil'gen Zirkel dichter,
Schwört bei diesem gold'nen Wein:
Dem Gelübde treu zu sein,
Schwört es bei dem Sternenrichter!
(Das Elysium, auch die „Elysischen Gefilde“ genannt, ist ein antiker griechischer Mythos (Elysion). Seit dem 18. Jahrhundert gilt das Elysium im europäischen Kulturraum als Sinnbild für geistige Seeligkeit und sinnliches Glück zugleich.)
Heilbronner als Sprecher aller "Europäer" im Bundestag
Der Heilbronner Bundestagsabgeordnete Michael Georg Link (FDP) wurde am 3. Juli 2007 in Berlin zum Sprecher der EUD-Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag gewählt. Er vertritt damit künftig die aktuell 106 Mitglieder starke „Fraktion“ der überparteilichen Europa-Union im Deutschen Bundestag. Zu seinen Stellvertretern wurden Dr. Günter Krings (CDU) aus Nordrhein-Westfalen und Rainder Steenblock (Bündnis 90 / Die Grünen) aus Schleswig Holstein sowie der baden-württembergische Abgeordnete Johannes Jung (SPD) gewählt.
Die Gruppe wolle die Europäisierung des Bundestages unterstützen und fraktionsübergreifend europapolitische Akzente setzen, unterstrich der FDP-Politiker aus Heilbronn. Europapolitik werde auch mit dem neuen EU-Reformvertrag zunehmend die innerdeutsche Fachpolitik bestimmen. Deshalb sei es eine große Chance, über die Europa-Unions-Mitglieder in den Fachausschüssen diesen Prozess europafreundlich zu begleiten.
Wir wünschen unserem Mitglied alles Gute bei seiner neuen Aufgabe!

- v.l.: Johannes Jung MdB, Dr. Günter Krings MdB, Staatssekretär Peter Altmaier MdB, Michael Georg Link MdB, Rainder Steenblock MdB, Rainer Wieland MdEP





